Mittwoch, 19. Dezember 2012

Lena und was sie in Waldersbach erlebte

In eigener und Büchners Sache:

In knapp elf Tagen beginnt das Büchnerjahr 2013 (Büchner ist im Oktober 1813 geboren). Das freut mich, denn meines Erachtens kann es gar nicht genug Auseinandersetzung mit dem großartigen hessischen Schriftsteller geben. Mögen auf diese Weise möglichst viele neue Leser Klassiker wie DANTONS TOD, WOYCECK oder natürlich das unglaubliche Romanfragment LENZ entdecken. Eine Kommentatorin schrieb einmal, Büchner sei zu einem so frühen Zeitpunkt gestorben, wäre Goethe im selben Alter aus der Welt gegangen, dann wäre er wohl etwas obskurer geblieben. Was Büchner in der kurzen Zeit und unter ständigem Druck (er war viel auf der Flucht) geschaffen hat, ist erstaunlich.


Leser dieses Blogs wissen um meinen mehrfach geäußerten Wunsch, dass mehr Klassiker gelesen werden mögen. Daher habe versucht, einen kleinen Beitrag zur Entdeckung Büchners zu setzen. LENA IN WALDERSBACH ist schmales Bändchen und erzählt die Geschichte eines 17jährigen Mädchens, das heute, mit einer Obsession für Büchners LENZ und auch sonst allerhand emotional baggage, in dem Vogesental auftaucht, das auch Lenz heimsuchte. Was sie da erlebt, ist intensiv. Ich hoffe sehr, dass nach der Lektüre von LENA einige den Weg zu LENZ und dann zum restlichen Büchner finden werden. Wenn das gelänge, wäre ich sehr froh.

Lena trägt übrigens stets ein vollgekritzeltes Reclam-Heftchen von LENZ bei sich, mit dem es etwas auf sich hat; dieser Umstand hat das Cover mitbeeinflußt. Auch der Beitrag dieser gelben Heftchen zur Kenntnis von Klassikern kann m. E. nicht hoch genug angesetzt werden.

C. H. Beck bringt das Buch am 21. 01. 2013 heraus. Hier findet man die Verlagsinformation zum Buch:

http://www.chbeck.de/von-Habsburg-Lothringen-Lena-Waldersbach/productview.aspx?product=11255943




Kommentare:

  1. Das Cover finde ich schon mal super. Macht neugierig.
    Ich bin Zielgruppe, muss Büchner auch erst noch entdecken. :-)

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